Am Sonntag, dem 6. November 2016, wurden von Alt-Erzbischof Dr. Alois Kothgasser in der Pfarrkirche Barwies ein neuer Altar, ein neues Taufbecken und ein neuer Ambo geweiht. Strömender Regen und tiefe Temperaturen verhinderten am Sonntag den sonst üblichen Empfang eines hohen geistlichen Würdenträgers und ein Geleit in die Kirche. 

Trotz dieses Umstandes wurde dieser Tag zu einem wahren Festtag für die Pfarrgemeinde Barwies, in der Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat sich zu einer Neugestaltung des Altarraumes entschlossen hatten und alle Mühen und vorbereitenden Arbeiten mit der Weihe des neues Altares ihren krönenden Abschluss fanden.

Es werden wohl die persönlichen Kontakte unseres Landtagspräsidenten, DDr. Herwig van Staa, gewesen sein, dass diese Weihe Alt-Erzbischof Dr. Kothgasser selbst vorgenommen hat. Der Erzbischof, der nicht zum ersten Mal Barwies besuchte, zeigte sich hoch erfreut über die Anteilnahme der Pfarrgemeinde, wie das einmal mit der Neugestaltung des Altarraumes, und zum anderen Mal durch die Mitwirkung am Festgottesdienst zum Ausdruck kam.

Wie lebendig Kirche sein kann, zeigten uns die Kinder der Volksschule Barwies, die unter der musikalischen Leitung von den beiden Lehrerinnen, Daniela Scheiring und Susanne Kniepeiß, mit ihren Beiträgen, von einer hinreißenden Rhythmik getragen, überzeugen konnten. Die Querflötenstimme aus dem Chorraum und der Gesang des Frauenchores „Chorona“ leisteten ebenso einen wertvollen Beitrag zum Gelingen dieses Festes.

In der Predigt verwies der Erzbischof einmal mehr darauf, was es bedeutet, in so einer schönen Kirche eine Messe feiern zu dürfen. Gleichzeitig aber appellierte er auch an alle, die eine Kirche betreten, dass sie sich dessen bewusst sein sollten und sich entsprechend zu benehmen hätten. „Wir sollten die Ohren aufmachen und das Herz öffnen, um die frohe Botschaft empfangen zu können.“

Und das Wort Gottes, das so reichhaltig ist, bildete auch den Kern der Predigt, in der der Bischof auf die nun fertige, neue Bibelfassung verwies, bei der die Urtexte neu durchleuchtet und wissenschaftlich exakt bearbeitet wurden.

Nach der Weihe des Altars mit Weihwasser, Chrisam und Weihrauch durch den Erzbischof wurde die von der Diözese gestiftete Reliquie des Seligen Pater Carl Lampert, Provikar der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch, hingerichtet von den Nationalsozialisten am 13. November 1944 in Halle a.d. Saale, im Altarraum verwahrt und versiegelt.

Im Anschluss an die kirchliche Feier versammelten sich die Hohe Geistlichkeit, die politischen Vertreter und der Diözese, die Mitglieder des Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrates und die Mitwirkenden an der Feier zur Agape im Widum Barwies.

Fotos: Knut Kuckel

Martin Schmid

Als Ortschronist ist man immer ganz nah dran, an unseren Nachbarn und ihren Geschichten. Bürgerjournalist bin ich in Mieming, seit es die Dorfzeitung gibt.

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