Spitzenvertreter der Landwirtschaftskammer Tirol besuchen auch in diesem Sommer im Rahmen ihrer Bezirkstour Bäuerliche Betriebe in ganz Tirol. Der Fokus liegt dabei auf dem LK-Jahresmotto „Heimat pflegen – Zukunft ernten“, das einen bewussten Schwerpunkt auf die Chance und die Bedeutung von Regionalität in der Landwirtschaft legt. 

Am Michelerhof in Fiecht, von links, Brigitte Kranebitter, Bezirksstellenleiter Otmar Juen, LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Bezirksobmann Rudolf Köll, design. Kammerdirektor Ferdinand Grüner, Bezirksbäuerin Renate Dengg, Benedikt Kranebitter, Benjamin und Bettina Kranebitter mit Söhnchen Ben und LK-Präsident Josef Hechenberger © LK Tirol/Judith Haaser
Am Michelerhof in Fiecht, von links, Brigitte Kranebitter, Bezirksstellenleiter Otmar Juen, LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Bezirksobmann Rudolf Köll, design. Kammerdirektor Ferdinand Grüner, Bezirksbäuerin Renate Dengg, Benedikt Kranebitter, Benjamin und Bettina Kranebitter mit Söhnchen Ben und LK-Präsident Josef Hechenberger © LK Tirol/Judith Haaser

Der „Michelerhof“ der Familie Kranebitter am Mieminger Plateau hat in den letzten Jahren viele Veränderungen erfahren und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. 2009 entschloss sich die Familie, mit hochwertigen Erzeugnissen aus der eigenen Milchproduktion in die regionale Direktvermarktung einzusteigen. Viele Investitionen und unzählige Arbeitsstunden waren notwendig, doch der Mut der Familie wurde belohnt: Allein 370 private Kunden zählen mittlerweile zu den fixen Abnehmern der verschiedenen Produkte. „Solche innovativen Betriebe machen die Vielfalt der Tiroler Landwirtschaft aus. Ich bin stolz, dass es diese engagierten Bauernfamilien gibt, die sich mit viel Einsatz und Engagement an neue Konzepte wagen. Wenn diese dann so erfolgreich sind, freut mich das umso mehr“, lobt LK-Präsident Josef Hechenberger. Der „Michelerhof“ in Fiecht bleibt von den Folgen der derzeitigen Milchüberschüsse weitgehend unberührt. Benjamin Kranebitter: „Wir produzieren ausschließlich Milch und verarbeiten rund 100.000 Liter selbst.“

Unterstützung durch Beratung

Neben privaten Haushalten beliefert der Michelerhof außerdem einige Lebensmittelhändler, Gastronomiebetriebe und Hotels sowie Altersheime, Volksschulen und Kindergärten. „Es freut mich, dass wir solch innovative Betriebe bei uns in der Region haben. Die Konsumenten legen immer mehr Wert darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen davon kann unsere Landwirtschaft nur profitieren“, erklärt Bezirksbäuerin Renate Dengg.

Doch zu einem erfolgreichen Konzept gehört auch die entsprechende Planung: Dabei wurde die Familie Kranebitter tatkräftig von der Bezirkslandwirtschaftskammer in Imst unterstützt. „FundierteBeratung wird in Zukunft immer wichtiger werden. Wir sind bemüht, uns in diesem Bereich stets weiter zu verbessern, um unsere Bauernfamilien optimal unterstützen zu können“, stellt der designierte Kammerdirektor Ferdinand Grüner klar.

Der Michelerhof

Nach dem Bau einer Hackschnitzelanlage und eines neuen Stalles belebte die Familie Kranebitter 2010 den Mythos „Milchmann“ wieder und startete nach umfassenden Vorbereitungsarbeiten mit der Auslieferung von Frischmilch an Privathaushalte. Als nächster Schritt folgte 2011 der Startschuss für die Weiterverarbeitung (Pasteurisierte Milch, Natur- und Fruchtjoghurt). Mittlerweile zählen 370 Privathaushalte und ca. 25 Großkunden zu den fixen Abnehmern der Milchprodukte. Die nötige Energie für die Milchverarbeitung gewinnt der Michelerhof seit 2013 aus der 580 m² großen Photovoltaikanlage.

Weblinks:

Fotos: Judith Haaser/Knut Kuckel

Judith Haaser

Mag. Judith Haaser, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Landwirtschaftskammer Tirol, Innsbruck. eMail: judith.haaser@lk-tirol.at

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