Stefan Greuter im Kulturstadl Untermieming – „Lieder vom Leben, der Liebe, Gutmenschen und Anderen“

Stefan Greuter im Stadl Untermieming - "Lieder vom Leben, der Liebe, Gutmenschen und Anderen", Infografik: Mieming-Online.at
Stefan Greuter im Stadl Untermieming - "Lieder vom Leben, der Liebe, Gutmenschen und Anderen", Infografik: Mieming-Online.at

Musik-Matinée am Sonntag, dem 23. August 2015 im Stadl in Untermieming: Gast waren der Tiroler Liedermacher Stefan Greuter mit der Sängerin und Keyborderin Reena Winter. Stefan Greuter: „Was die Musik betrifft, haben wir uns geliebt, gehasst, gestritten, versöhnt und vor allem haben wir gespielt. Nicht immer schön, aber kräftig.“

Gastgeberin Maria Thurnwalder begrüßte ihr Publikum zur inzwischen 2. Musik-Matinée im Stadl Untermiemieming und kündigte eine spontane Programmergänzung an. Im Vorprogramm spielten die beiden Musik-Talente Lukas Thurnwalder und Paul Heidegger. Nachdenkliches, zuweilen Melancholiches. Von der Anmutung her an die gute Zeit der Singer-Song-Writer erinnernd. Die beiden Mieminger Musiker kennen sich von gemeinsamen Projekten in der Musikschule Telfs.

Stefan Greuter singt über den „Kleinen Mann“, „Gestrandete“ über Menschen, die „Anders“ sind und von seiner großen Liebe zu einer Frau. Zu seiner Frau. Seine Lieder stimmen nachdenklich und berühren. Er singt und spricht über Gutmenschen und die anderen. Die „Zuwideren“. Auf seinem schwarzen T-Shirt steht in breiten Lettern „Gutmensch“. Dieser Begriff ist für ihn einerseits die ständige Herausforderung an das eigene Leben, aber auch der rote Faden in seinem Programm. „Das Wort vom Gutmensch war einst freundlich gemeint, die Rechten haben daraus heute ein Schimpfwort gemacht.“

Greuter sing auch von den „Anderen“, von denen die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben. In seinem Lied „Anders“ erzählt er die Geschichte eines Homosexuellen, der sich am Tag nach seinem Outing erhängte. „Er hat den gesellschaftlichen Druck nicht ertragen“, sagte der Liedermacher zur Einstimmung auf das Lied.

„Meine Musik hat etwas mit Psycho-Hygiene zu tun, ist gesellschafts- und sozialkritisch. Nachdenklich und provokant“, sagte Stefan Greuter zum Auftakt seiner Darbietungen im Stadl. Es stecke aber auch sehr viel therapeutisches Potential in seinen Liedern, sagt der Liedermacher, wenn er über seine Musik spricht. Nach dem Tod eines Freundes, beschäftige er sich auch mit den Sinnfragen des Lebens.

„Du bist am Berg, fällst in eine Spalte und dein Leben ist vorbei. Daran denkend, frage ich mich oft, wie das so ist, wenn es dich selber trifft? Habe ich dann noch die Zeit, mich zu fragen, ob ich gelebt habe?“

„Musik lässt mich reflektieren, in die Zukunft blicken, Pläne schmieden und verwerfen, den Sinn für jeden Realismus verlieren und holt mich doch wieder auf den Boden zurück. Musik ist mein Freund und mein Feind, Segen und Fluch, raubt mir den Schlaf und lässt mich angenehm träumen. Musik ist in allen Facetten ein Teil von mir, der sich immer mehr ausbreitet“, schreibt er auf seiner Homepage.

Stefan Greuter ist Musiker, Pädagoge, Vater und Ehemann. Lebt ein ausgefülltes Leben. Sagt er.

„Zwischen seinen Liedern geht Stefan Greuter auf den Ort des Geschehens ein und empfiehlt seinem Publikum in Mieming „Kämpft um diesen Stadl. Denn er ist ein ganz besonderer Ort. Diese Akkustik hier, wünschte ich mir oft bei Konzerten auf anderen Bühnen.“

Alles über Stefan Greuter seine Band und Konzert-Termine erfährt man im Internet.

Weblinks: www.facebook.com/stefangreuterband und www.stefangreuter.at

Reena Winters: http://reenawinters.com

Fotos: Knut Kuckel

Kaspar Koller

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