Rochusfest zugunsten der Josefs-Kapelle – „Das Wetter war kein Hindernis“

Rochusfest zugunsten der Josefs-Kapelle - "Das Wetter war kein Hindernis", Foto: Andreas Fischer
Rochusfest zugunsten der Josefs-Kapelle - "Das Wetter war kein Hindernis", Foto: Andreas Fischer

Zu Ehren des Heiligen Rochus wurde am Sonntag, dem 16. August 2015 in der Georgskirche in Obermieming ein Gottesdienst gefeiert. Pfarrer Albert Markt zelebrierte die Messe, die Mieminger Sänger waren für die musikalische Gestaltung zu gewinnen.

Nach dem Gottesdienst wurde in und vor der Garage von Barbara und Martin Spielmann ein Rochusfestl bei Kuchen und Kaffee gefeiert. Wegen des Wetters etwas kleiner als geplant. Der Reinerlös des Abends kommt der St. Josefs Kapelle im Oberdorf zugute.

Pfarrer Albert Markt (aus Wildermieming) bot in seiner Predigt die ein oder andere Hintergrundinformation über den Hl. Rochus (s. Hintergrundwissen). Er ist der Schutzpatron der Pestkranken, weil er viele Pestkranke aufopfernd pflegte.

Wer Rochus heißt, darf am 16. August Namenstag feiern. Gefeiert wurde in diesem Sinne Rochus Sonnweber. Erste Gratulanten waren seine Geschwister Burgi und Seppl. Der Name Rochus bedeutet übrigens „Fels“.

Kompliment an die Gastgeber, die für die gute Sache trotz des regnerischen Wetters heuer das Rochus-Festl ausrichteten. Zitat Barbara Spielmann: „Das Wetter ist doch für uns kein Hindernis…!“

Zum Rochus-Festl gab es aus vielen Häusern selbstgebackenen Obermieminger Kuchen und der ein oder andere „gute Tropfen“ fehlte auch nicht. Galt es doch, sowohl den heiligen Rochus als auch die gute Nachbarschaft hochleben zu lassen.

Der Reinerlös des Abends geht an den vor kurzem gegründeten Verein „Freunde der Josefskapelle„, der sich der Betreuung und dem Erhalt der barocken Kapelle in Obermieming widmet.

Hintergrundwissen:
Legende oder Wahrheit? Das wissen selbst die Gelehrten nicht so genau. Über Rochus wird berichtet, dass er während des 100-jährigen Krieges, im 14. Jahrhundert im südfranzösischen Montpellier zur Welt kam. Der Vater war damals Konsul von Montpellier. Rochus wurde von seinen Eltern christlich erzogen, studierte Medizin und wurde bei den Dominikanern in seiner Heimatstadt ausgebildet. In der Stadt starben zwischen 1358 und 1361 während der damaligen Pestepidemien monatelang täglich bis zu 500 Menschen. Rochus verlor im Alter von 17 Jahren beide Eltern. Er schenkte sein gesamtes Vermögen den Armen und begab sich auf Pilgerreise nach Rom. Unterwegs behandelte und pflegte er Pestkranke. Das Kreuz Christi – so die Legende – soll ihm dabei geholfen haben, Pestkranke auf wundersame Weise zu heilen. Rochus wurde schon Anfang des 15. Jahrhunderts in Südfrankreich verehrt.

Fotos: Andreas Fischer

Andreas Fischer

Mieming-Online-Pionier, Mitglied der Chefredaktion. Persönliche Interessen: Musik, Geschichten schreiben od. lesen. Ich spiele noch aktiv beim Ensemble Polkaschwung und der Combo-West. Meine journalistischen Schwerpunkte sind u.a. die Video-Reportage / die Video-Dokumentation.

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