Maibaum 2014 – Viele Hände Arbeit sorgen für ein erfolgreiches Maifest

Wer jemals bei den Vorbereitungen zu einem erfolgreichen Maifest dabei war, kommt niemals auf die saublöde Idee, einen Maibaum abzusägen. Viele Hände Arbeit sorgen nämlich für ein erfolgreiches Maifest. Mieming-Online dokumentiert die Vorarbeiten zum Maifest 2014. Ob man sich zum Maifest wie üblich einen oder wie unüblich zwei Bäume leistet, spielt keine Rolle. Die Arbeitsabläufe bleiben gleich. Also, auf los gehts los. 

Was brauchen wir? Waldbauern, Agrarier, Forstarbeiter, Forstgeräte, Baumspender, die Bergrettung, Bäuerinnen, Landfrauen, Jungbauern, Bauern, Gastronomie, Essen und Trinken, Tische und Bänke, Kühltheken, Toiletten, Strom, Dekoration, Sponsoren, Musik und jede Menge Technik.

Zuerst kommen die Forstsachverständigen und bringen ihren Baum mit. Heuer waren es gleich zwei. Ein großer Maibaum, über 30 Meter hoch und sehr gerade gewachsen. Einen Ableger, halb so groß, ansonsten mit den gleichen Prädikaten ausgestattet wie der große Baum. Dann kommen die Männer für die schwere Arbeit. Ihre Namen stehen für Zuverlässigkeit und Kompetenz. Sie heißen Max, Charly, Beni, Michael, Markus, Andreas, Michel, Martin, Andi, Seppl oder Hannes. Diese Männer verlieren keine Zeit. Jeder kennt seine Handgriffe, geredet wird nicht viel.

Dann kommt das Team der Bergrettung Mieming. Sie haben schwerste Ketten im Gepäck, Seile, Karabinerhaken und mehr. Ihre Aufgabe ist es, den Kranz, hoch oben, aufzuhängen und für die Bergkraxler die Sicherungen zu installieren. Eine Arbeit zu Boden und in luftiger Höhe. Die Mieminger Bergretter waren Romana Mair, Manuel Wiesmann, Hannes Klein und Daniel Fischer.

Dazu gesellen sich die Bäuerinnen mit rot-weißen Dekorationsbändern, rot-weißen Klebebändern und Baumschmuck. Die Bäuerinnen heißen Barbara, Daniela, Caro, Verena, Carolin, Renate u.a. – Man hilft sich gegenseitig und dabei wird auch mehr gesprochen als zum Beginn der Arbeiten.

Die Bäume werden am Abend davor gefällt, entrindet, glatt geschliffen (um jede Verletzungsgefahr auszuschließen), bleiben aber ansonsten naturbelassen. Wenn der Maibaum mit schwerem Gerät aufgerichtet ist, dass war in diesem Jahr die Aufgabe vom Scharmer Markus, kommen Musikanten, Helferinnen und Helfer. Später das Begleitprogramm und die gemeindebekannten Bierantrinker.

Am Donnerstag, dem 1. Mai 2014 treiben noch morgens um 7 Uhr die Eisheiligen ihr Unwesen. Sie sind laut Meteorologen früher als erwartet gekommen und ließen es oberhalb 1000 Meter schneien. Unterhalb der Schneegrenze war es deshalb ziemlich kalt. Feuchte, graue Wolken wollten uns am Morgen noch weismachen, dass dieser Tag kein schöner Maitag wird. Alle Helferinnen und Helfer machten trotzdem ihren Job. Denn, wer in den Bergen lebt, weiß wie schnell sich das Wetter dreht und beim Maifest hatte unser aller Gott noch immer ein Einsehen mit den Tüchtigen und belohnte ehrliche und uneigennützige Arbeit. So auch heuer.

Die „Mieminger Musikanten“ schauten noch etwas ungläubig, die „Stiegl-Buam“ machten anschließend schon einen optimistischeren Eindruck und die „Mieminger Plattler“ schienen noch im Schutz der Gruppe abwarten zu wollen. Um den Festplatz herum nahte eine weitere Attraktion. Defilee der dorfältesten Traktoren und ihrer stolzen Besitzerinnen und Besitzer.

Die ersten Gäste kamen. Suchten inmitten noch zahlreicher freier Parkflächen einen exklusiven Stellplatz für ihre Autos. In der Zwischenzeit herrschte auch in der Nachbarschaft, am Badesee, emsiges Treiben. Die Wolken zogen weiter in die Dörfer der Maibaumktivisten und ließen über Mieming den Blick frei, auf einen blauen Himmel und unzählige, frühlings-freundliche Sonnenstrahlen. Noch ging es mit dem Wetter auf und ab.

Mit Beginn des Frühschoppen-Konzertes, gegen 10.30 Uhr war das Wetter so wie wir uns das am Maifeiertag wünschen. Schön und vor allem stabil. So blieb es dann auch, bis zum Abend. Es ging allen gut, niemand fiel unangenehm auf. Jedenfalls niemand aus Mieming.

Wer sich in der Nacht dann noch für alle Zeiten bei unseren Jungbauern und der Mieminger Landjugend unbeliebt gemacht hat, liest Du im Mieming-Online-Beitrag über das → Maifest 2014. Aber mach‘ Dir bitte darüber nicht unnötigerweise mehr Gedanken als unbedingt notwendig, denn alle Beteiligten sehen die Geschehnisse mit großer Toleranz. Die Geschichte nahm vermutlich ihren Ausgang mit einem Video:

Die → Freiwillige Feuerwehr Mieming schreibt in ihrem Einsatzbericht: „Der Maibaum, der vermutlich aufgrund eines Streiches von unbekannten angeschnitten wurde, drohte auf das nahe gelegene Badeseehaus (Leuchtturm) zu stürzen. Der Maibaum konnte jedoch rechtzeitig gestützt und gezielt gefällt werden. Auf diesem Wege möchten wir uns bei den »LUSTIGEN« bedanken, die für diesen Vorfall verantwortlich sind. Die Ermittlungen der Polizei sind im Gange und stehen aufgrund von Zeugenaussagen vor der Klärung.“

FotosVideo: Andreas Fischer

Knut Kuckel

Journalist / Publizist. Herausgeber von:
→ „MediaNews.Blog" – Das Informationsportal MediaNews.Blog informiert über die Themenbereiche Medien, Journalismus und Kommunikation. Versteht sich auch als Forum für die Qualität im Journalismus, für Aus- und Weiterbildung in den Medien.
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