„Red Bull für Kühe“ – Getreidezusätze im Viehfutter mit Turbo-Wirkung

Im August ist Getreide-Ernte-Zeit. Das zu erntende Getreide für einzig und allein für das Milch-Vieh angebaut. Die Sonderzüchtung heißt „Triticale“ und ist eine Kreuzung aus Roggen und Weizen. Vor einem Jahr haben wir ausführlich darüber berichtet. Nach der Ernte wird das Getreide gemahlen und kann in dieser Form leicht in das Viehfutter gemischt werden. „Das ist Red Bull für Kühe“, erklärt uns Hannes Post vom Bauernhof der Familie Post in Obermieming. 

Der erste Ernte-Tag

Heute ist der 1. Ernte-Tag. Getreide geerntet wird auf den Feldern von Bauer Klaus Scharmer und am Bauernhof der Familie Post. Erntemeister Andi Scharmer kann sich heute auf dem Nachbar-Hof über den Fortschritt eines Stallneubaus in Ruhe informieren, denn sein Lehrling vom vergangenen Jahr, Eli Kapeller, fährt heuer selbständig die Erntemaschine Dominator 38 von Claas. Mit diesem Kraftprotz werden bis zu sechs Tonnen Getreide pro Tag geerntet.

Ernten im Zeitraffer-Tempo

Die Ernte läuft ab wie im Zeitraffer-Film. Mit der Romantik der früheren Sensen-Magd hat das wenig zu tun, wenngleich die Prozesse hoch spannend sind und herrliche Bilder freigeben. Alles geht Hand in Hand und erinnert an das Zusammenspiel der Kräfte von Arbeits-Ameisen. Die erforderlichen Maschinen, wie von Geisterhand gesteuert, sind gerade in dem Augenblick da, in dem sie gebraucht werden. Erst wird gemäht, dann das Heu aufgelockert und für die Rundballen-Ernte vorbereitet. Die Rundballen werden vom Feld gefahren. Die Gefahr, dass ein Gewitterregen die Ernte beeinträchtigen könnte, ist bei der August-Wärme von über 36 Grad sehr groß.

Der Tag danach – friedlich und ruhig

Der biologische Kreislauf bestimmt die Handlungen der Bauern. Getreide, Viehfutter, Milch und/oder Fleisch. Die Abfälle aus der Viehhaltung werden als Düngemittel wieder dem Fruchtfeld zugeführt. Am Tag danach schaut alles so aus wie an einem Sonntag-Morgen. Alles wäre gar nichts gewesen. Friedlich und ruhig.

Fotos: Knut Kuckel

 

Weblink:
Bauernhof der Familie Post → www.bauernhof-post.at

Kaspar Koller

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