Volkstanzabend der Hauptschule Mieming – „So etwas müsste es öfter geben“

Die Hauptschule Mieming lud zu einem öffentlichen Volkstanzabend am Freitag, dem 14. Juni 2013 in den Gemeindesaal ein. Der Reinerlös des Abend kommt den Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen für ihre England-Sprachreise nach Canterbury zugute. Mitwirkende waren die Schülerinnen und Schüler der HS-Klassen 2a,b/3a,b, die Jugendgruppe des Trachtenvereins Edelweiss Mieming und die Jugendgruppe des Trachtenvereins Obsteig. Es spielte die Mieminger Tanzlmusig, Leitung: Helmut Happ.

Vom Auftanz bis zur Woaf

Den Volkstanzabend organisierten  Lehrerin Andrea Schönherr und Lehrer Armin Falch der Hauptschul-Klassen 2a,b / 3a,b. Direktor Reinhard Wieser eröffnete den Volkstanzabend mit einer Eröffnungsrede, die ebenso kurz wie vergnüglich war. Jugendbetreuer Markus Sailer und Alexander Egger erklärten die einzelnen Tänze, vom Auftanz bis zur Woaf. „So etwas müsste es öfter geben“, war aus dem tanzfreudigen Publikum zu hören. Dieser Meinung schließt sich Mieming-Online.at an.

Trachtenvereins-Jugend

Die Jugendgruppe des Trachtenvereins Obsteig wurde von Obmann Alexander Egger und Jugendbetreuer Markus Sailer vertreten. Die Jugendgruppe des Trachtenvereins Edelweiss Mieming von Obmann Bernhard Meil, Jugendbetreuerin Claudia Kapeller sowie Maria Artho und Werner Schuchter.

Das Programm

Nach dem Auftanz folgten u.a. Volkstänze wie Bauernmadl, Pascheter Zwoaschritt, Boarischer, Rheinländer, Polka, Sternpolka, Haxnschmeißer, Jägermarsch, Kreuzpolka geplattelt, Zillertaler Landler, Walzer, Neudeutscher, Eiswalzer, Knödeldrahner und Woaf. Zum Schlusslied „Fein sein beiander bleiben“, trafen sich alle Tänzerinnen und Tänzer im Kreis. Ein Kompliment geht an die „Mieminger Tanzlmusig“, mit Susanne Kniepeiß (Harfe) und Armin Falch (Hackbrett). Sie spielten zu insgesamt 27 Volkstänzen auf.

Der Webertanz

Der oder auch die „Woaf“ ist ein Tanz aus Schönhengstgau in Tschechien, an der böhmisch-mährischen Grenze. Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts kam der „Woaf“ nach Österreich und Bayern. Er gehört mittlerweile zu unseren Grundtänzen. Das Wort „Woaf“ leitet sich von „Weife“ ab, ein anderer Begriff für Haspel. Darauf wurde gesponnenes Garn aufgewickelt. Die drehende Bewegung der Haspel spiegelt sich in den Teilen des Tanzes wider, wo das Dirndl den Burschen umrundet. Der „Woaf“ wird hier und da auch „Webertanz“ genannt.

Die Englandfahrer der Hauptschule

Der Reinerlös des Abends geht an die 60 bis 80 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a + b. Mit diesem Geld und anderen Fördermitteln werden die Kosten der der Sprachreise nach Canterbury/England bezuschusst. Armin Falch: „Das machte beispielsweise bei der London-Fahrt pro Schülerinnen/Schüler je ein Drittel der Gesamtkosten aus. Neben einem Zuschuss der Gemeinde, wurde die Fahrtkosten durch Aktivitäten wie dem Adventbasar der Klassen 3a, b und hauptsächlich durch Eigenmittel der Eltern aufgebracht“. In Notfällen hilft darüber hinaus der „Schwarz-Hilfsfonds“.

Fotos: Knut Kuckel

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Knut Kuckel

Journalist / Publizist. Herausgeber von:
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