Sabine Gamsjäger zur Klangstein-Therapie – “…spricht Menschen körperlich und geistig an“

„Die Klangstein-Therapie hat mich begeistert, im Herzen berührt und überzeugt, da die Therapie den Menschen seelisch, körperlich und geistig anspricht“, erläuterte Sabine Maurer-Gamsjäger. Wir alle, schätzungsweise 20 Testpersonen und dazu noch eine Handvoll Überzeugter,  sind ihrer Einladung am Freitag-Nachmittag, dem 18. Jänner, ins Pflegeheim des Sozial- und Gesundheitssprengels Mieming gefolgt. Gastgeber Gerhard Peskoller setzt schon länger auf die Therapie mit Klangsteinen. Aus eigenem Erleben, wie er sagt: „Das tut gut, ich kann das nur bestätigen“. Die Klangstein-Therapie gibt es seit ca. vier Jahren. 

„Ruhe bringt Gleichgewicht und Leichtigkeit…“

Therapeutin Sabine Maurer-Gamsjäger zählt zum Einstieg eine Reihe von Stichwörtern auf: „Wahrnehmung, Achtsamkeit, Begeisterung, Werte, Dankbarkeit, Selbstakzeptanz“. Darum gehe es für jeden Einzelnen, auf seinem „Weg zur persönlichen Sinnfindung“. Sie sagt dann aber etwas konkreter: „Aus eigenem Erleben weiss ich, was die Schwingungs-Energie im Körper des Klienten bewirken kann. Sie löst seelisch bedingte Verspannungen, beruhigt und bewirkt allein dadurch schon ein spürbares Wohlbefinden“.

Resonanz bedeutet „Austausch von Energie und Information…“

Unter den Gästen meldet sich eine Berufskollegin von Sabine Maurer-Gamsjäger zu Wort und schildert ihre ersten Empfindungen nach der erlebten Klangstein-Therapie. „Gleich zu Beginn habe ich einen Schmerz gefühlt und da wusste ich als Therapeutin, das funktioniert, weil mein Körper reagiert“. Nicht bei jedem Patienten/Klienten müsse das allerdings so sein. Jeder hätte sicherlich ein individuell unterschiedliches Erlebnis. Bei ihr habe sich der anfänglich empfundene Schmerz als „Heilschmerz“ gewandelt und in der Folge Wohlbefinden ausgelöst. „Schmerz verändert sich, wenn die Therapie anschlägt“. Der Stein und der daran angekoppelte Körper, stünden somit in Resonanz zueinander. „Resonanz bedeutet im physikalischen Sinne, den Austausch von Energie und Information“. Sabine steigert die Wissensvermittlung. „Und jetzt dürften alle, die es mögen, ganz nah an den Klangstein“.

Auszug aus „Klangprobe“, Roman von Siegfried Lenz, 1. Aufl. 1990, Hoffmann & Campe, Hamburg:
„Über Eignung und Tauglichkeit entscheidet die Klangprobe, die das Innere des Steins in Schwingung versetzt…“. „Nie hätte ich geglaubt, dass sich aus diesem toten, ungeschlachten Brocken ein so reiner Klang befreien ließ, der lange nachschwang, und der zuletzt so fein und so scharf in mich eindrang, dass ich ihn als wohligen Schmerz empfand, tatsächlich“.

„30 Minuten kosten 30 Euro…“

„Eine volle Therapie“, so unsere Therapeutin, „dauert ca. 30 Minuten“. Jemand möchte wissen, was das kostet? – „In meiner Praxis kosten 30 Minuten, 30 Euro“, hören wir von Sabine Maurer-Gamsjäger, die sich beruflich in Mieming niedergelassen hat, aber auch mit ihren interaktiven Vorführungen in Mieming auf Tour ist. So führte sie ihr Weg mit der „StoanaSchual“ zu den Schülerinnen und Schülern der Volksschule in Untermieming. Bei der „StoanaSchual“ geht es zwar auch um Steine, exakt um Kieselsteine. „Das hat mit der Klangsteintherapie rein gar nichts zu tun“.

„Über sich selbst hinauswachsen“

Original-Ton Sabine: „Mit der StoanaSchual kann ich sozial-emotionale Kompetenzen fördern. Mit zwei kleinen Kieselsteinen (Handschmeichler) klopft man gemeinsam einen Rhythmus. In der Gruppe eignen sich die Kinder spielerisch soziale Fähigkeiten an: Sie lernen, dass jedes Kind in Gemeinschaft etwas bewirken kann. Sie erleben, dass es möglich ist, über sich selbst hinaus zu wachsen und sich zu beruhigen.

Im Erleben von Takt und Rhythmus lernen sie die Taktschläge anderer Kinder kennen und erleben, was es bedeutet, sich einzufühlen und auf andere zu hören.

Das Erlebnis in der Gruppe fördert die Entwicklung der Durchsetzungskraft und die Fähigkeit, die eigenen Impulse zu gestalten, um aktiv mitspielen zu können. Das achtsame Hören und gleichzeitige Spielen von Musik fördert die Kreativität“.

„Du darfst, Knut…“

Ich habe mich zuvor als Mieming-Online-Redakteur geoutet und um Erlaubnis gebeten, ein paar Fotos knipsen zu dürfen. „Du darfst, Knut“, ruft mir die erste Klientin aus Barwies zu, die es sich unterdessen am Stein bequem macht. Anschließend hören wir von ihr, sie habe es sehr angenehm empfunden, glaube aber, „dafür brauche ich doch mehr Zeit als die knappen fünf Minuten im Rahmen dieser Vorführung“. Sabine Maurer-Gamsjäger bittet dann einen älteren Herrn aus dem Wohnheim „Helenengarten“ an den Stein. Er ist chronischer Sauerstoffpatient und deshalb an eine Sauerstoff-Flasche auf Rädern angedockt. Die zieht er geduldig hinter sich her.

„Niemand sollte von meiner Therapie Wunder erwarten…“

„Die Klangstein-Therapie kann zwar auch Verschleimungen und Verkrampfungen lösen“, sagt Therapeutin Sabine. Das habe sie schon aus klinischen Sitzungen gehört (…der Klinik in Esslingen, von ihrem Ärztlichen Direktor, Dr. Martin Runge, s.o.), befreie allerdings den Patienten nicht von seinem lebensnotwendigen Anhängsel. Jetzt waren wir alle in Höchstspannung. Nach ca. fünf Minuten stand der therapieerfahrene Herr auf und verkündete knapp und freundlich lächelnd, „negativ…“. Er habe einen leichten Schmerz empfunden. „…das könnte aber auch daran liegen, dass ich zu viel sitze, weil es nicht angenehm ist, mit den Schläuchen und dem Gerät treppauf, treppab zu gehen“. Und er wäre doch sehr gerne, bei einer regulären Sitzung wieder mit dabei.

„Ich wünsche mir, die Sauerstoff-Flasche eine Weile nicht mehr hinter mir herziehen zu müssen“. Wir nicken ihm (beinahe) synchron, aber vor allem aufmunternd zu. Wer leidet, glaubt gerne an Wunder – manche reden sie einem auch ein.

„Versuch doch mal dieses oder besser noch jenes…ach, ja – und darauf schwört meine Ur-Großmutter“, das seien zwar in der Häufigkeit wohlwollend zugewandte Empfehlungen, nur helfen sie nicht, sagte Klangstein-Therapeutin Sabine gerade heraus. „Meine Therapie kann die Sauerstoffbehandlung auf gar keinen Fall ersetzen“.

Der Stein fühlt sich gut an…

Nun bin ich dran. „Wer fotografiert sollte sich auch mal trauen“ – eine Dame möchte mir Mut machen, aber da sitze ich schon am Stein. In ähnlichen Situationen fühle ich Unruhe in mir und würde am liebsten Davonlaufen. Mit einer Therapie vor Publikum hätte ich nicht wirklich gerechnet. Aber der ästhetische Stein fühlt sich gut an. Ich fühle mich wohl und vollkommen entspannt. Sabine versetzt mit ihren Händen den dunklen Stein aus dem schwarzen, handgeschliffenen, indischen Gabbro zum Schwingen und zum Klingen. Das erzeugen die Lamellen, die in den Stein gesägt wurden. In der Mitte ein kreisrunder Hohlkörper. Wie bei einem Zupfinstrument. Die Hände sind nass und streichen sanft über den Stein. Ich fühle Harmonie und denke „das ist ja wie Yoga. Meine Konzentration im Gleichgewicht. Das tut gut. (Sabine kann mit mir rechnen).

Hände bringen den Stein zum Klingen

Zwei Wochen vorher gab es schon eine Therapie-Vorführung mit der Miemingerin Sabine Maurer-Gamsjäger im Plege- und Wohnheim „Helenengarten“, zu der Prof. Klaus Fessmann aus Garmisch anreiste. Der Komponist und Universitäts-Professor Fessmann lehrt u.a. am Mozarteum in Salzburg und gilt als Begründer der Klangstein-Therapie. Im therapeutischen Sinn Dr. Martin Runge, Facharzt für Allgemeinmedizin (Geriatrie-FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Ärztlicher Direktor der Aerpah-Klinik Esslingen). Bevor sich Heimleiter Gerhard Peskoller rücklings an den Stein setzte, so erfahre ich, sagte Prof. Fessmann:

„Aus Marmor, Travertin, Serpentin und Granit, was aber andere Steine nicht ausschließt, werden Klangkörper entwickelt, die durch spezielle Arten des Streichens mit den Fingern und Händen zum Klingen gebracht werden“.

Für ihn habe die Angelegenheit vor allem eine musikalische Sinnhaftigkeit und Musik sei für viele Therapie-Zwecke geeignet.

Nonverbale Kommunikation

Ein paar Freunde und Bekannte, die nach diesem Abend von mir oder anderen Anwesenden von der Klangstein-Therapie hörten, sollte ich später erklären, ob „das etwas Seriöses“ sei und ob ich die Therapie empfehlen könne. Ich kann. Meine Zeit am Stein war zwar nur von kurzer Dauer, war aber gerade so lang, um zu fühlen, ein „mehr“ könnte Sinn machen.. Therapeutin Sabine Maurer-Gamsjäger hatte recht, als sie uns begleitend zu den Kurzzeit-Therapien die Wirkung der Klänge am Stein erklärte. Nervosität und/oder Aufmerksamkeitsstörungen seien fühlbar flüchtig, die Muskeln würden lockerer und in der Folge führe dies zur Muskelkräftigung. Beim ein oder anderen Patienten gar, bedingt durch die regelmäßigen Bewegungen auch zur temporären Schmerzlinderung. „Der Körper reagiert und fühlt sich ‚angesprochen‘. So etwas nennen wir nonverbale Kommunikation (Verständigung ohne Worte)“.

Wissenschaftliche Studien
An der Eberhard Karls Universität Tübingen (Deutschland) laufen seit 2009 empirische, wissenschaftliche Studien zu den entwickelten Therapiekonzepten. Prof. Niels Birbaumer vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie untersucht, ob durch die Klangsteintherapie ein positiver Einfluss auf die motorische Fähigkeiten und die Adaptionsfähigkeit des Gehirnes nachzuweisen ist.
Quelle: → Eberhard Karls Universität Tübingen

„Ich bin keine Medizinerin…“

Trauen Sie sich, die Verabredung lohnt sich. Sie sollten allerdings wissen –  „…ich kann keine Schmerzen heilen“, antwortet auf Nachfrage, beim Abschied, Steinklang-Therapeutin Sabine, so etwas könne nur der Arzt. „Meine Therapie führt in den meisten Fällen zur seelischen Entspannung und damit zu einem Gefühl des Wohlfühlens. Das hat eben auch eine körperliche Auswirkungen: eine Erleichterung kann durchaus eintreten.“

 Download Vita → KlangStein-Therapeutin Sabine Maurer-Gamsjäger

Kontakt

Sabine Gamsjäger
Praxis für Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl
und KlangStein nach Prof. Fessmann und Dr. Runge
Fronhausen 384

A-6414 Mieming

 

Postadresse:

Sabine Gamsjäger
Praxis für Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl
und KlangStein nach Prof. Fessmann und Dr. Runge
Obermieming 191

A-6414 Mieming
Tel. +43(0)660 460 3013
Mail: info@klang-sinn.at
Web: www.klang-sinn.at

Fotos: Knut Kuckel

Knut Kuckel

Journalist / Publizist. Herausgeber von:
→ „MediaNews.Blog" – Das Informationsportal MediaNews.Blog informiert über die Themenbereiche Medien, Journalismus und Kommunikation. Versteht sich auch als Forum für die Qualität im Journalismus, für Aus- und Weiterbildung in den Medien.
→ "OnMyWay.Photos" - mein Foto-Blog. Mit Bildern und Kurzgeschichten von unterwegs. 

Alle Beiträge

Kommentar hinzufügen

/* ]]> */