Herz-Jesu-Prozession 2012 in Barwies – Ein „prächtiges Ereignis“

In Barwies fand am Sonntagvormittag des 16. Juni 2012 nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche die Herz-Jesu-Prozession statt, die bei herrlichem Sommerwetter zu einem prächtigen Ereignis wurde. Traditionell beteiligten sich am feierlichen Umzug die Musikkapelle, die Schützenkompanie und zahlreiche Vereinsabordnungen. Das Allerheiligste trug Pfarrer Paulinus Okachi.

Herz-Jesu-Gelöbnis

Bekanntlich geht die alljährliche, am ersten Sonntag nach Fronleichnam stattfindenden Herz-Jesu-Feier auf ein Gelöbnis aus dem Jahr 1796 zurück. Das damals vom Krieg mit den Truppen Napoleons I bedrohte Land Tirol verband sich mit dem Herzen Jesu und gelobte alljährlich diese Weihe am Herz-Jesu-Fest zu erneuern.

Es war die Idee des Pfarrers von Wildermieming, Anton Paufler, die der Stamser Abt Sebastian Stöckl aufgriff und dem Tiroler Landtag vorschlug, das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anzuvertrauen und so göttlichen Beistand zu erhalten. Dieser Vorschlag wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig angenommen. Man achtete besonders darauf, dass dieser feierliche Schwur das ganze Land betraf, um damit ein einigendes Band zu schaffen. Dies hatte zur Folge, dass der Landsturm einen bis dahin noch nie erlebten Zulauf an Freiwilligen erlebte. Als daraufhin Hofers Truppen in der Schlacht gegen die Franzosen und Bayern überraschend siegten, wurde der Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag.
Am Vorabend und auch am Herz-Jesu-Sonntag werden auf den Bergen und an den Berghängen Herz-Jesu-Feuer abgebrannt. Besonders bekannt ist das Herz-Jesu-Gemälde in der Innsbrucker Jesuitenkirche.

Frühschoppen-Konzert zum Festausklang

Nach der Festprozession traf sich die Menschen auf dem Kirchplatzl in Barwies zum Pfarrfest. Der Erlös des Festes kommt in voller Höhe der Renovierung der Pfarrkirche in Barwies zugute. Beim Frühschoppen-Konzert unterhielt die Musikkapelle Mieming unter der Leitung von Kapellmeister Markus Aichner mit Blasmusik und Unterhaltungsmusik die Gäste bis in den Nachmittag. Anschließend spielte noch „Halli Galli“ für alle auf, die „kein Heimgehen“ hatten und den herrlichen Sommertag beim Pfarrfest ausklingen lassen wollten.

Fotos: Elisabeth Fischer

Elisabeth Phi Fischer

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