Wild-Kids in der Kletterwand – K3-Climbing-Kletterkurse in Mieming

Auf ihren T- oder Sweatshirts steht Living in the Wild, Perfect Sweetheart, My Bike – my rules, Saint Louis Filiation oder Boxing Academy: Die Wild-Kids wollen alle hoch hinaus, sind zwischen sechs und neun Jahre jung, lieben die Bewegung, das Klettern und das Spiel. Es dürfte schwierig sein, eines der Wild-Kids anzutreffen, das nicht mehrere Sportarten aktiv ausübt. 

Die Wild-Kids, von denen hier und heute die Rede ist, sind im aktuellen K3-Climbing-Kurs im Februar 2012 immer freitags, in zwei Gruppen, von 14 bis 18.15 Uhr in der Kletterhalle Untermieming anzutreffen.

Ungebremst aktive und glückliche Kinder

Wild sind die Wild-Kids nur beim Spiel wie der „Versteinerten Hex“. In diesem oder ähnlichen Spielen dürfen sie toben, laufen, lachen und sich ungebremst glücklich fühlen. Wenn es um das Klettern geht, sind alle mehr oder weniger konzentriert und engagiert. Mieming-Online hat eine 20-köpfige Gruppe besucht. Die meisten in dieser Gruppe sind Wiederholungstäter, das heißt, schon im 2. oder 3. Kletterkurs. Alle beherrschen die Grundkenntnisse des Kletterns. Sie wissen, ohne groß Nachdenken zu müssen, was Sichern bedeutet, ein 8-er Knoten ist und wozu sie den verwenden, kennen den Unterschied zwischen Haken oder Karabiner und können an der Kletterwand auf Wunsch ihrer heutigen Trainer, Bernie Ruech und Gabriel Brecher, den „Frosch“ machen. Knie nach außen und Oberkörper über den Füßen absitzen.

Grundkenntnisse im Klettern ist das vorrangige Ziel

Wenn die Wild-Kids beim Kletternlernen dabei bleiben, steigen sie mit zehn bis 14 auf, in die Gruppe der Young-Stars und ab 17 werden sie als Erwachsene eingestuft. Dann können sie den Theorie-Experten mühelos herunterbeten, was der Unterschied zwischen Einfach- und Doppelseil bzw. welche Seiltypen es überhaupt gibt, welche Griffwechsel in unterschiedlichen Situationen lebenssichernd sein können, wie sie ohne Trainerhilfe Hüft- oder Sitzgurt perfekt anlegen, warum es wichtig ist, zu wissen, wo der Körperschwerpunkt ist, wie richtig gesichert wird und welche Ausrüstung Standard sein sollte. Ein paar der Wild-Kids haben sich nach dem Kurs noch die Zeit für ein kurzes Mieming-Online-Gepräch genommen. Dabei ging es vor allem um die Grundmotivation beim Klettern, ihre Hobbies und von welchen Zielen sie träumen.

Vier Wild-Kids und ihre Antworten

Simon (7) aus Oberhofen möchte mal so gut werden, wie seine Trainer: „Ich möchte weit ‚rauf kommen und war schon fast ganz oben. Fast 6 Meter hoch.“ Die 8-jährige Zoe aus Barwies ist zum 2. Mal dabei: „Für mich ist Bewegung sehr wichtig. Neben dem Klettern schwimme ich sehr gerne und mag Radlfahren. In der Volksschule Barwies gehe ich in die 2. Klasse. Schule macht mir auch Spaß!“ Jakob (8) aus Rietz ist der Denker in seiner Gruppe, d.h. er kann, mit dem konzentrierten Blick zur Decke, auch gut schweigen. Etwas hat er uns dann doch noch erzählt: “ Ich bin auch im 2. Kletterkurs und möchte auf alle Fälle besser werden“. Ebenfalls aus Rietz ist der 7-jährige Sandro. Das Interview-Talent unter den Wild-Kids kommt auf Touren, wenn er mal im Fluß ist: „Ich habe beim Klettern überhaupt keine Angst. Mir ist auch noch nichts passiert. Und wenn mal was geschieht, falle ich ja weich, denn hier liegen überall dicke, weiche Matten herum. In der Schule bin ich in der 1. Klasse, wäre aber viel lieber schon in der 2. Ich habe in meiner Schule einen Zettel von K3-Climbing gefunden und habe mich gleich angemeldet. Mit dem Klettern habe ich mal in Stams angefangen, da hat es mir nicht so gut gefallen und so bin hierher gekommen. Das taugt mir mehr.“ Nach einer kurzen, aber sicheren Selbsteinschätzung, ist Sandro in der Schule leicht über dem Durchschnitt.

Rosige Zukunft für die Dabei-Bleiber

Vieles wissen die meisten der Wild-Kids aus dem Februar-Kletterkurs in Mieming schon heute. Alles andere werden sie nach und nach lernen, denn die Zukunft ihrer weiteren Kletterambitionen ist mehr als rosig. Bernhard Ruech: „Wir planen nach Abschluss der Kurse im Feber die Gründung eines Kletter-Team für Kids in Mieming, das etwas preisgünstiger eine ganzjährige Betreuung und Ausbildung garantiert“. Damit sollen vor allem die Stammgäste der bisherigen Kletterkurse gefördert und trainiert werden. Voraussetzung fürs Dabeisein sind die erfolgreiche Absolvierung der Grundkurse.

Kletter-Team für Kids bleibt in Untermieming

Das weiter führende Klettertraining für Kids in Mieming soll auf jeden Fall auch künftig in der Kletterhalle in Untermieming ein Zuhause haben. Die Halle, im 2.Stock der Volksschule Untermieming, wurde 1998 vom Alpinen Sport- und Kletterklub Mieming, der Bergrettung Mieming und der Gemeinde Mieming gebaut. Sie wird von mehreren Vereinen genutzt, u.a. ÖAV, Bergrettung und vom Kletterklub Mieming. Die Schulen, vor allem die HauptschuleMieming, hat ebenfalls Klettern in der Untermieminger Halle im Angebot des  Sportunterrichts.

Weltweit erfolgreiche Trainer

Zum Kern-Team des jungen Unternehmens K3-Climbing, mit Sitz in Mieming, gehören die 3-fache Weltmeisterin, Europameisterin und die aktuell weltweit erfolgreichste Kletterin Angy Eiter, Bernhard „Bernie“ Ruech und Emanuel Soraperra. Bernie Ruech, der leidenschaftliche Felskletterer und Boulderer hat die B-Lizenz, gilt als Spezialist im Bau von Trainingsrouten bzw. Kletterroutenbau und ist u.a. zuständig für die Kletterkurse. Der gelernte Banker Emanuel Sorappera ist Übungsleiter, Lehrwart Sportklettern und Routensetzer mit B-Lizenz. Emanuel möchte sein Wissen und die Faszination des Kletterns mit möglichst vielen Einsteigern teilen und ist für die Preispolitik und das Controlling bei K3-Climbing verantwortlich.

Aktionsraum von K3-Climbing

Das K3-Climbing-Kern-Team beschäftigt zur Verstärkung auch freie Trainer. Ohne sie wäre das gesamte Programmpensum nur schwer zu bewältigen. Das Mieminger Unternehmen bietet zurzeit ihre Leistungen in sechs Orten an: In den Kletterhallen Mieming-Untermieming (Volksschule), Telfs (Sportzentrum), St. Anton und Wörgl. Im Ötztal wird Felsklettern trainiert. Dazu kommen individuell geplante, tirolweite Klettertouren. „Wir bieten Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und der Generation 50+ ein gesundes und bewegungsreiches Freizeitangebot“, sagt Emanuel Soraperra. Kurseinheiten für Kinder und Jugendliche sind dem natürlichen Bewegungsdrang, der Lebendigkeit angepasst und bereiten vor allem viel Spaß und Freude.  Seiltechnische Grundfertigkeiten, gegenseitiges Vertrauen und Kommunikation spielen dabei eine wichtige Rolle.“

Kurse sind online buchbar

Das Februar-Kursprogramm ist schon in der 3. Kurswoche und deshalb sind alle Kurse ausgebucht. Folge-Kurse in Mieming sind in der noch unverbindlichen Planung für den April angepeilt. Ein Besuch der K3-Climbing-Website beantwortet alle, in unserem Artikel zu kurz gekommenen Fragen. Die Homepage wird von Bernie Ruech gepflegt und aktualisiert. Über die Webseite kann man sich auch grundsätzlich online zu den jeweils ausgeschriebenen Kletterkursen anmelden. Bei dem Kletterkurs mit den Wild-Kids haben wir ausnahmslos aufgeweckte, unverklemmte und fröhliche Kinder erlebt, die großes Vertrauen zu ihren Trainern haben. Sie fühlen nach den bereits erlebten Kursen, dass sich ihre Klettertrainer immer fürsorglich und in besonderer Weise verantwortlich verhalten. Die Eltern, die ihren Kindern die Teilnahme gestatten, dürfen in diesem Punkte beruhigt sein. Uns hat die Begegnung mit den Wild-Kids und ihren Trainern großen Spaß gemacht und wir bedanken uns für die Gastfreundschaft. Fortsetzung geplant.

 K3-Climbing → www.k3-climbing.at

Fotos: Knut Kuckel

Knut Kuckel

Journalist / Publizist. Herausgeber von:
→ „MediaNews.Blog" – Das Informationsportal MediaNews.Blog informiert über die Themenbereiche Medien, Journalismus und Kommunikation. Versteht sich auch als Forum für die Qualität im Journalismus, für Aus- und Weiterbildung in den Medien.
→ "OnMyWay.Photos" - mein Foto-Blog. Mit Bildern und Kurzgeschichten von unterwegs. 

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