Hochfeldern-Alm – Almauftrieb bis zum Feldernjöchl

Die Almwirtschaft unterliegt Jahr für Jahr dem gleichen Kreislauf. Vom 1. bis 15. Mai bleibt das Vieh auf der Vorweide, unterhalb der Stöttlalm in Mieming. Nur das Wetter vermag hier und da den Arbeitsrhythmus zu beeinflussen.

Am Tag des Almauftriebs passt alles. Sommerliches Wetter, blauer Himmel. Donnerstag, 16. Juni: Der Viehtreck auf die Hochalm macht sich in aller Früh auf den Weg. Auf der Hochfeldern-Alm angekommen, sind die Hirten und ihr Vieh über den Wolken. Dem Himmel ganz nah. Über 220 Stück Vieh werden zu ihren Weideplätzen geführt. Es geht über schmale Pfade und endlos scheinende Geröllpisten. Schon über 2000 Meter Seehöhe.

Zwischen Mieminger Kette und Karwendel. Östlich: Ausblick Felderer Tal, Hochwannigkopf (2234 Meter). Nördlich: Feldernjöchl (2045 Meter Seehöhe). Hier wäre ein Absturz sicherlich lebensgefährlich. „Schaut, wie kräftig und hoch schon das Gras ist“, sagt Andi Grabner und lässt sich dabei einen Jodler entlocken. Hochfeldern-Hirt Norbert Kluckner ist in seinem Element, er begleitet den Viehzug und achtet darauf, dass kein Vieh verloren geht. Die Hirten begegnen Bergwanderern. Erreichen die Hochalmen. Die Luft schmeckt nach frischen Kräutern. Minutenlanges Schweigen. Schauen. Den gefühlten Eindrücken Zeit lassen.

Mehr zum Thema in Almschreiber.at → www.almschreiber.at

Fotos: Michael Sonnweber

Michael Sonnweber

In meiner Freizeit bin ich gerne in den heimischen Bergen unterwegs - meist mit Kamera im Gepäck. Seit dem Start von Mieming-Online unterstütze ich dieses Aushängeschild von Mieming mit Bildern und Beiträgen.

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